08.09. 11:00 Weissensee


Weissensee hat einiges zu bieten: eine imposante Kirche (die leider geschlossen war), ein schönes altes Rathaus, die Runneburg aus dem 10. Jh. und den Garten des ewigen Glücks – ein wunderschön angelegter chinesischer Garten, der bis auf den angrenzenten Gondelteich hinaus reicht.

07.09.2012, Weimar

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Wir sind heute am frühen Nachmittag auf unserem Campingplatz in Weissensee im Kyffhäuser-Kreis angekommen. Wir haben einen einfachen Bungalow für 20 Euro pro Nacht bis zum Sonntag gemietet, denn morgen wird hier im Ort die Hochzeitsparty unserer Freunde Heike & Karsten steigen.
Am Nachmittag haben wir uns dann an unserem vorletzten Urlaubstag noch etwas Kultur gegönnt: Weimar. Es ist ewig her, dass ich mal mit der Schule hier war. Aber es ist nach wir vor ein tolles Städtchen: wunderschöner Marktplatz, Museen und Kultur an jeder Ecke, Thüringer Rostbratwurst usw. usf. Nur die Eintrittspreise ins Goethe-Museum haben uns etwas geschockt: 25 Euro sollten wir drei bezahlen. Das sind nicht gerade familienfreundliche Preise 🙁 Aber es gibt wohl genug Touristen die das bezahlen. Wir sind dann lieber Eis essen und ins Weimar-Haus gegangen (Weimarer Geschichte, nicht nur Goethe), obwohl das auch nicht viel billiger war.

18:00, Der Helene-See bei FF

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Wir haben es heute bis in die Nähe von Frankfurt an der Oder geschafft und zelten am schönen Helene-See. Unsere restlichen polnischen Zloty haben wir an der Grenze noch in Benzin und Mountain Dew umgesetzt.
Der Helene-See war früher ein Kohletagebau und wurde 1958 geflutet. Maik ist gleich noch baden gegangen. Das Wasser ist sehr sauber und es ist sehr ruhig auf dem Platz, Nachsaison eben. Am Papierkram an der Rezeption, Pfand, Schlüssel und Chipkarten haben wir gleich gemerkt, dass wir wieder in Deutschland sind.

15:00 Auf Polens Autobahnen

Wir haben überlegt, wohin wir denn heute eigentlich fahren wollen. Der Weg bzw. das Navi hat uns südlich um Danzig, über Bromberg (Bydgoszcz) Richtung Posen geführt. Wir werden jetzt erst mal die neue A2 weiter Richtung Frankfurt/Oder fahren und uns dann einen Campingplatz suchen.

6.09., 10:00, Die Haff-Seite der Frischen Nehrung

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Leider hat sich heute morgen kein Wildschwein zum Fotoshooting eingefunden, sodass wir ein Bild vom ‚Frischen Haff‘ zeigen. Ist ja auch verständlich, dass die Wildschweine noch schlafen, wenn Sie abends so lange wach sind. Als wir gestern Abend gegen 22 Uhr nochmal zur Toilette gehen wollten, versperrt uns eine Wildschweinmama mit ihren Frischlingen den Weg. Zum Glück hatten wir unsere Stirnlampen an, sonst wären wir fast zusammengestoßen, denn es war stockfinster und die Wildschweine waren zu beschäftigt, um sich von uns stören zu lassen bzw. um vor uns Angst zu haben. Nachts haben die Wildschweine ab und zu nochmal gegrunzt, aber ansonsten hatten wir eine ruhige Nacht.:)

19:00 Frische Nehrung

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Wir sind auf der Frischen Nehrung bis zum äußersten nordöstlichen Ende auf polnischer Seite nach Piaski gefahren. Weiter geht es hier nicht. Dann kommt schon wieder die russische Grenze (Königsberg).
Die Ostseeseite der Nehrung haben gleich noch heute Abend badetechnisch begutachtet und einen kleinen Rundgang durch den Ort gemacht.
Ist ganz „natürlich“ hier auf dem Zeltplatz: Herden von Wildschweinen die hier zwischen den Zelten entlangtoben (ehrlich! Bild folgt) und Duschkabinen ähnlich wie die Dixi-Klos und mangels Licht nur bis Einbruch der Dämmerung zu benutzen.

15:30, Fromburk (Frauenburg)

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Aufgrund des Tipps des polnischen Ehepaares machen wir einen kleinen Schlenker hier vorbei und sind von der Grösse der Burg stark beeindruckt. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde die Burg aus roten Ziegelsteinen gebaut. Kopernikus hat hier seine Pendelversuche gemacht. Leider schließen alle Gebäude innerhalb der Burg gerade (15:30!), sodass wir dieses schöne Bauwerk nur von außen bestaunen können.
Tanni geht es wieder besser, sie hatte gestern etwas Fieber, Halsschmerzen und Schnupfen. Aber da wir gestern ja den ganzen Tag gefahren sind, konnte Tanni sich ausruhen und schlafen.
Jetzt haben wir noch frische Pfifferlinge zum Abendbrot gekauft, passend zum polnischen Gulasch.

5.09., 10:15, Besichtigung der Wolfsschanze

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Wir schauen uns den Hauptteil der Bunkeranlage an. Obwohl nach dem 2. Weltkrieg versucht wurde, die Bunker zu sprengen, sind diese z.T. noch ganz gut erhalten. Manche Bunker sind 10m hoch und haben nur leichte Risse, aber alle Bunker sind mit Moos und Farnen und Bäumen bewachen, sodass sie sich gut in die Natur eingegliedert haben. An jedem Bunker ist eine große Aufschrift in mehreren Sprachen, dass man diese nicht betreten soll. Aber selbst die geführten Gruppen gehen in manche Bunker rein. Im Bunker Nr. 16 (Görings Bunker) geht eine Eisenleiter an der Wand hoch, die zum Dach des Bunkers führt, wo früher die Flaggeschütze standen. Maik und Tanni klettern hoch, aber eine gute Aussicht haben sie nicht. Hier in den Bunkern ist eine Lampe sehr hilfreich, sonst kann man kaum etwas erkennen. An einigen Stellen haben sich schon Stalaktiten gebildet.
Trotz Nieselregen ist unser Zelt von innen fast nasser als von außen, aber das kleine Zelt ist ja fix aus- und eingepackt. Wir sagen dem polnischen Ehepaar, mit denen wir gestern Zeltplatz und Lagerfeuer geteilt haben, noch tschüß und bekommen noch ein paar Tipps, was wir uns in Polen anschauen sollten.