5.09., 10:15, Besichtigung der Wolfsschanze

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Wir schauen uns den Hauptteil der Bunkeranlage an. Obwohl nach dem 2. Weltkrieg versucht wurde, die Bunker zu sprengen, sind diese z.T. noch ganz gut erhalten. Manche Bunker sind 10m hoch und haben nur leichte Risse, aber alle Bunker sind mit Moos und Farnen und Bäumen bewachen, sodass sie sich gut in die Natur eingegliedert haben. An jedem Bunker ist eine große Aufschrift in mehreren Sprachen, dass man diese nicht betreten soll. Aber selbst die geführten Gruppen gehen in manche Bunker rein. Im Bunker Nr. 16 (Görings Bunker) geht eine Eisenleiter an der Wand hoch, die zum Dach des Bunkers führt, wo früher die Flaggeschütze standen. Maik und Tanni klettern hoch, aber eine gute Aussicht haben sie nicht. Hier in den Bunkern ist eine Lampe sehr hilfreich, sonst kann man kaum etwas erkennen. An einigen Stellen haben sich schon Stalaktiten gebildet.
Trotz Nieselregen ist unser Zelt von innen fast nasser als von außen, aber das kleine Zelt ist ja fix aus- und eingepackt. Wir sagen dem polnischen Ehepaar, mit denen wir gestern Zeltplatz und Lagerfeuer geteilt haben, noch tschüß und bekommen noch ein paar Tipps, was wir uns in Polen anschauen sollten.

04.09.18:00 Polen, Wolfsschanze

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Ein besseres/sinnvolleres Bild kann ich heute leider nicht bieten – nur die Notlösung: ein Zeltplatzbild. Wir sind heute am späten Vormittag gemütlich von Nida gestartet, mussten erst wieder ein Stück nach Norden, um mit der Fähre auf das litauische Festland überzusetzen. Dann sind wir einen weiten Bogen um Königsberg herum in den nordöstlichen Zipfel von Polen gefahren, zu den Masurischen Seen. Dieses Gebiet ist sehr schön, ähnlich wie die Mecklenburger Seenplatte: hügelig, waldig und eben sehr viele Seen. Mittendrin liegt die Wolfsschanze, die ehemalige Bunkeranlage Hitlers, wo auch Stauffenberg-Attentat stattfand.
Jetzt sind wir hier auf dem Campingplatz der Wolfsschanze und werden uns morgen die Anlage ansehen.

19:30 Am Fuß der großen Düne

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Nach einem schönen Nachmittag am FKK Strand mit hohem Wellengang haben wir heute Abend die Wanderdüne bei Nida noch einmal von ihrem Fuß aus betrachtet. Leider kommt die Höhe und Steilheit auf dem Bild nicht so rüber. Aber es ist in natura sehr beeindruckend. So, jetzt gibt’s Abendbrot: Linseneintopf mit Würstchen

13:00 Nostalgie in Nida

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Neben dem Fischereihafen mit Ausflugsmöglichkeiten bis ins Memeldelta, dem Yachthafen und  dutzender Souvenirbuden, gibt es hier auch Museen, das Thomas-Mann-Haus und viele schöne Holzhäuschen.
Leider verkehren die Ausflugsboote nur noch wenige Male pro Woche, heute bspw. gar nicht und auch sonst nur, wenn sich genug Leute einfinden. So wird es leider nichts mit unserem Ausflug ins Memeldelta.

03.09. Die Wanderdünen bei Nida

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Hier im Süden des litauischen Teils der Kurischen Nehrung, nahe der Grenze zur russischen Enklave Königsberg (Kaliningrad), gibt es riesige Wanderdünen, die in der Vergangenheit schon ganze Dörfer unter sich begraben haben.
Heute wird versucht, die Bewegung der Dünen durch Bepflanzung u.ä. aufzuhalten, um die Häuser zu schützen.

16:00 Komoran-Brutgebiet

Hier gibt es ein kleines begrenztes Gebiet von vielleicht 150m Durchmesser, in dem so viele Komorane brüten, dass die Nistbäume wegen des Vogelkotes abgestorben sind. (Bild folgt)

15:00 Alte Speicherhäuser in Kleipeda

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Zuerst haben wir in Kleipeda (Memel) die Jugendherberge angesteuert. Diese war allerdings verschlossen und hat auch so keinen vertrauenserweckenden Eindruck gemacht. Also erst mal weiter in die Altstadt. Diese ist – um es mal positiv zu sagen – unscheinbar und übersichtlich. Wir werden wohl nachher mit der Fähre auf die Kurische Nehrung übersetzen.

02.09. 12:00 Bernsteinmuseum

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Das Bernsteinmuseum in Palanga ist wirklich empfehlenswert. Über erdgeschichtliches, historisches, künstlerisches und kommerzielles des Bernsteins – hier bekommt man alles erklärt.

Noch etwas zu unserer letzten Übernachtung: keine 300m nachdem wir uns heute morgen mit dem Blauen Blitz wieder aus dem Wald herausgearbeitet hatten, kam natürlich prompt ein Zeltplatz 🙂

02.09., 10:00 Frühstück beim wildcampen

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Nachdem wir die im Reiseführer aufgezählten Campingplatz alle nicht gefunden haben, haben wir uns nördlich von Palanga einen Schlafplatz im Wald hinter den Dünen direkt am Meer gesucht und unser Zelt aufgeschlagen. Maik und Tanni sind gestern abend und heute im Meer duschen/baden gewesen. Nun wollen wir ins Bernsteinmuseum in Palanga und dann weiter auf die Kurische Nehrung nach Nida.